Behandelst du deinen Körper besser als ich meinen Rasenmäher?

By Marita Matzk | Training im Alltag

Neulich im Garten:

Der Mäher brummt, die Zeit fürs Abendbrot naht, und ich will UNBEDINGT noch den ganzen Rasen fertigmähen.

Auf meinen Schultern streiten sich Teufelchen (rechts) und Engelchen (links):

Teufelchen: Ja nu mach halt schneller, zackzackzack!
Engelchen: Hey! Ruhig, Brauner. Du kennst doch das Sprichwort Slow is smooth, and smooth is fast? Sogar beim Militär nutzen die das angeblich. Also lass mal den Feldwebel-Tonfall stecken.
T: Willste jetzt fertigwerden oder nicht? Von nüscht kommt nüscht, mach hinne!
E: Und wieder den Rasenmäher schrotten, weil du nen großen Stein nicht siehst? (Äääh... unangenehme Erinnerung an letztes Jahr.)
T: Schneller!
E: Guck mal, wir mähen das Gras nicht. Wir rollen es nur platt in dem Tempo.
T: ...
(Guckt kritisch. Dann hält er die Klappe. Und ich mähe ganz in Ruhe nur soviel, wie ich vorm Abendbrot noch entspannt schaffe. War am Ende doch fast der ganze Rasen.)

Kommt dir das bekannt vor?
Manche Tätigkeiten und Prozesse lassen sich nicht unendlich verschnellern.

Trotzdem suggerieren uns das UNZÄHLIGE Glaubenssätze und Produktivitätsmythen.

Ich bin dafür, ehrlich gesagt, ziemlich anfällig.

Schnell ist der Terminplan zu voll gestopft und die To Do Liste lässt sich nur bewerkstelligen, wenn ich meine Arbeitszeit in die Nacht ausdehne.

Das Problem, wenn ich nicht rechtzeitig die Bremse trete:

Ich walze - im übertragenen Sinne - nur noch Halme platt, statt zu mähen.
Ich wusele hektisch herum, verliere aber das Wesentliche aus dem Blick.

Viel weiter komme ich mit der Herangehensweise "langsam, aber regelmäßig".

Und mit dem "Schnörkel Weglassen":
Was genau ist das Essentielle? Worauf kommt es wirklich an?

Diese Prinzipien verkörpert auch das von mir geliebte Strala Yoga.

Schnörkel weglassen:
Handhaltungen oder Atemtechniken, die sich FÜR DICH verschroben, schräg und seltsam anfühlen? Lass sie doch einfach erstmal beiseite (vielleicht fühlt sich Yoga dann auf einmal viel zugänglicher an?)
Worauf kommt es an?
Darauf, dass du dich gesund und entspannt durch die Herausforderungen des Lebens bewegst.
Essentielle Bausteine dafür: 
  1. tief, lang und locker Atmen (Geht gut in Verbindung mit Bewegung!)
  2. Geschmeidig-Halten deiner Faszien und deines Bewegungsapparates. Erreichbar durch: Dehnen, dabei variieren, Spüren, dich von deiner Mitte her bewegen.
nicht hetzen:
Du weißt schon, die platten Halme. Und du willst deinen Körper doch nicht schlechter behandeln als ich meinen Rasenmäher? (Der Stein - der überdehnte Muskel - der danach ewig ausgebremste Fortschritt...)
regelmäßig wiederholen:
Durchs Schnörkel-Weglassen kann man Einheiten kürzer gestalten und sich dadurch regelmäßiger in alltagstauglichen Häppchen sooo viel Gutes tun.

Meine aktuellen Morgen-Kurse dauern z.B. nur 60 Minuten und lassen sich daher besser vor der Arbeit machen als eine 90-Minuten-Einheit.
Tief und locker atmen, Spüren und von der Mitte her bewegen kannst du sogar beim Einkaufen, in der Kantine oder an der Haltestelle.

Willst du regelmäßig mit mir Yoga machen?
Dann komm in meine neuen hybriden Yoga-Kurse in Dresden. Wahlweise live im Studio (01099, Martin-Luther-Straße) oder via zoom bei dir zu Hause.

Finde dein Räkel-Gefühl in allem, was du tust!
Marita
>