Ein schneller Weg, um Kreativitäts-Blockaden zu besiegen

By Marita Matzk | Alltagstipps und Stories

Diese Yoga- und Meditationsfolge kann dich retten, wenn du in einem kreativen Totpunkt feststeckst.

Du brauchst: Zettel, Stift, Uhr/Handy mit Timer, 30 Minuten Zeit.

​Hinweis: Dieser Text wurde für Choreografen/Tanz- und Bewegungslehrer geschrieben, ist aber für alle anwendbar, die im kreativen Bereich arbeiten. Ursprung: Alumni Newsletter der Pallucca Hochschule für Tanz Dresden, Beitrag von Marita Matzk.

1. Formuliere deine Frage.

Was auch immer dich umtreibt, formuliere es als konkrete "Frage ans Universum".

Sage nicht: "Wie kann ich Problem x lösen?"

Sondern konkreter:

"Womit soll ich weitermachen?"

​"In welche Richtung geht mein nächster Schritt?" (beim Erstellen einer Choreografie oder Bewegungsfolge)

… oder, wenn du bereits Material gesammelt hast: "Was soll ich weglassen/rauswerfen?"

Schreib deine Frage auf einen Zettel und hänge ihn so auf, dass du ihn während der Meditation sehen kannst. Du hast keinen Zettel zur Hand? Formuliere die Frage und wiederhole sie dreimal. Sprich sie dir laut vor, damit dein Unterbewusstsein sie aufnimmt und sich darauf einstimmt.

2. Mach die Yogafolge unter

​Oder komm sonst irgendwie in Bewegung.

Du kannst den Raum wechseln oder eine Runde um den Block rennen, wenn dir das lieber ist. Wichtig ist nur:

a) Lass alles raus, was an Anspannung in deinem Körper feststeckt.

b) Befasse dich dabei gedanklich nicht mit deinem Problem. Suche nicht nach neuen Bewegungsabläufen für deine Choreografie. Das kommt später. Jetzt geht es erstmal darum, aus den Gedankenspiralen herauszukommen, die dich offenbar NICHT zum Ziel geführt haben… sondern zum "toten Punkt".

 Die Yogafolge oben enthält viele Bewegungen, in denen die Körperhälften diagonal kreuzen. Dadurch wird die Bildung neuer Synapsen-Verbindungen zwischen den Gehirnhälften angeregt, und es werden viele Bereiche deines Gehirns aktiviert. Die Meditation am Ende fokussiert dich.

Foto: Dirk Skiba

3. Komm zur Ruhe und setz dich bequem hin.

​Stell dir einen Timer auf 10 Minuten.

Foto: Dirk Skiba

​Fokussiere dich einige Atemzüge lang auf deinen Atem - wenn du magst, denk das Wort "Einatmen" mit der Einatmung und das Wort "Ausatmen" mit der Ausatmung.

Dann beginne, deine Frage von 1. im Geiste zu wiederholen.

Verbinde sie mit deinem Atem: Den ersten Teil der Frage mit der Einatmung, den zweiten Teil (der gewöhnlich die Aktion enthält, nach der du fragst) mit der Ausatmung.

Z.B. so:

"Womit soll ich…" (einatmen)

"…weitermachen? (ausatmen)

oder

"In welche Richtung…" (einatmen)

"…geht mein nächster Schritt? (ausatmen)

Nach einer Weile kann es sein, dass eine Antwort in deinem Geist oder deinem Körper auftaucht. Öffne dich innerlich weit für diese Möglichkeit.

Und erwarte nicht, dass eine große, tiefe Stimme sagt "Du sollst 3 Schritte nach diagonal links-vorn machen".

Dein Unterbewusstsein spricht in Bildern.

Eine Antwort kann also auch etwas sein wie "BLAU", oder ein Kribbeln im linken Arm.

4. Wenn dein Timer losgeht, nimm die "Antwort" mit in deine Bewegungsfolge.

Schmeiß alle Bewegungen raus, die sich nicht "BLAU" anfühlen.

Oder schau, was das Kribbeln im Arm mit dir macht, um deinen nächsten Schritt zu finden.

Ich wünsche dir viel Spaß in deinem kreativen Prozess!

Finde das lockere Räkel-Gefühl in allem, was du tust.

Marita

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