Unsere dritte Aufgabe (in Bezug auf Covid19)

By Marita Matzk | Training im Alltag

Vorhin war ich spazieren. Mit Familienmitgliedern Luft schnappen darf man ja noch.

Eigentlich war alles wie immer - nur viel ruhiger. Ein bisschen wie bei meinen Eltern auf dem Dorf oder in dem Buch „Energiewende - das Handbuch“ von Rob Hopkins.

Ich denke: Hat was. Die Sonne scheint, die Luft ist gut, und vielleicht ist das Virus ja unsere Chance, die Klimakrise zu bestehen? Die Chance für das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten?

Aber irgendwas ist doch seltsam - was ist es nur?

Dann fällt es mir auf:

Ich blicke in lauter lange Gesichter.

Alle, die mir entgegenkommen, wirken irgendwie bedrückt, besorgt, manche scannen vorsorglich die nächsten 500m Gehsteig, um bei Entgegenkommenden zur Not die Straßenseite wechseln zu können…

Das holt mir sofort wieder die Erinnerung an mein eigenes langes Gesicht zurück:

Das kriege ich in den letzten Tagen immer, wenn ich meinen Gedanken erlaube, abzuschweifen in die Sorgen-Szenarien
  • wegen eventueller nicht-wieder aufholbarer Einkommenseinbußen
  • wegen der in Camps und an Grenzen leidenden Flüchtlinge
  • wegen meiner „besonders gefährdeten“ Eltern, die wir wer-weiß-wie-lange erstmal nicht besuchen dürfen (bis es einen Impfstoff gibt, nächstes Jahr?!)

Zum Glück fällt mir meistens rechtzeitig wieder ein:

Mein langes Gesicht hilft keinem!

Mir nicht. Meinen Kindern nicht. Meinen Eltern nicht und den Flüchtlingen schon gar nicht. Den Leuten, die in mindestens 2m Abstand an mir vorbeilaufen, nicht.
Im Gegenteil: Die erinnert es an ihr eigenes langes Gesicht…

Da wird mir klar:
Wir haben neben Ansteckungskurve-Flachhalten und Ältere-Schützen noch eine dritte Aufgabe in dieser Zeit.

Wir müssen jetzt üben, die Stimmung oben zu halten!

Denn das ist die erste und einfachste Möglichkeit, Gutes in das Leben derer zu bringen, die mit uns leben und sich natürlicherweise von unserer Laune anstecken lassen - einfach weil wir soziale Wesen sind und Spiegelneuronen haben.

Gute Laune ist genauso ansteckend wie schlechte.

Und siehe da, von den Leuten, die ich anlache, lachen, schmunzeln oder augen-grüßen die meisten zurück. Da ist der Sicherheitsabstand auch egal - mir geht es sofort besser.

Ich halte fest:
Pandemie mit schlechter Laune ist noch schlimmer als Pandemie mit trotzdem weiterbestehendem Zusammenhaltsgefühl und guter Laune!

Was mir persönlich beim Laune-oben-halten wahnsinnig hilft, ist ein gemäßigtes Yoga-Training.
Egal, was vorher mein Herz bedrückt: es lastet hinterher nicht mehr so schwer, ich bin dankbarer, atme tiefer und stehe wieder aufrechter.

In den nächsten Tagen und Wochen möchte ich daher regelmäßig neue Videoressourcen zum Zu-Hause-Üben zur Verfügung stellen, mit denen du dich beim Selber-Üben unterstützen kannst. Manche werden auf meinem YouTube Kanal zu finden sein (gib bei YouTube einfach „Marita Matzk“ ein). Andere kommen in einen neuen Online-Shop-Bereich.

Den Anfang machen zwei komplette Yogastunden, die ich schon vor einer Weile aufgenommen habe:
Wenn du eher Aktivität brauchst, um HINTERHER runterzukommen, probier diese Stunde:
Halt die Stimmung oben und finde dein Räkel-Gefühl in allem, was du tust!

Das steckt nämlich an… im positivsten Sinne.

Liebste Grüße
Marita
*P.S. Sobald du selbst wieder entspannt bist, gibt es natürlich noch mehr Möglichkeiten, Gutes zu tun.

Zum Beispiel gibt es hier in Dresden folgende Angebote:
-> Sofortspenden für Künstler*innen, Selbstständige & Freiberufler vor/hinter den Kulissen, kl. Unternehmen sowie Sonderprojekte
-> Startnext Spendenkampagne zur Rettung der Dresdner Klubs

-> Nachbarschaftshilfe Dresden
-> Kennst du noch mehr Möglichkeiten? Schicke sie mir gern und ich teile sie in meinem nächsten Newsletter und hier auf meiner Website!
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